Die mobile Fusspflege in München und Augsburg.

 

 

Die meisten Kinder kommen mit gesunden Füssen auf die Welt. Anomalien lassen sich recht einfach korrigieren, da die Skelettstruktur noch knorpelig ist. Dadurch können Fehl- und Schonhaltungen jedoch auch schnell zu bleibenden Schäden führen. Vorsicht ist geboten.

Die Füsse eines Neugeborenen entwickeln sich im ersten Lebensjahr vom Greiforgan zum stützenden Bewegungsorgan, das das Körpergewicht tragen kann. Neugeborenenfüsse zeichnen sich durch die Pronationsstellung aus: Die äußeren Fussränder sind angehoben, die Sohle ist leicht nach außen gerichtet.

Die Zehen sind außerordentlich beweglich und in den ersten Lebensmonaten genauso geschickt wie die Finger. Wird die Sohle berührt, so kann ein Fussgreifreflex ähnlich dem Faustschluss an der Hand ausgelöst werden. Greift ein Baby mit den Händen nach einem Gegenstand, greifen die Zehen automatisch mit.

Im Alter von fünf bis sechs Monaten entwickelt sich die Supinationsstellung: Beide Fusssohlen sind einander wie betende Hände zugewandt, die Innenränder des Fusses sind angehoben. Erste synchrone Fussbewegungen sind zu beobachten. Das Kind entdeckt die eigenen Füsse und hat Freude daran, diese zu berühren. Typische Kinderbewegungen wie Rutschen, Kriechen und später das Krabbeln stärken die Muskeln zusätzlich und fördern die Mineralisation des Fussskeletts.

Mit einem halben Jahr kommt es zur Fussgewölbebildung – eine Entwicklung, die durch das Zehenkrallen und Tänzeln im Stand unterstützt wird. Auch die Fussohle arbeitet dann kräftig mit. Die Fussentwicklung kann bis zum sechsten Lebensjahr dauern und steht im Einklang mit der Wirbelsäulenfestigung und –entwicklung.

Durch falsche Kleidung kann die gesunde Fussentwicklung erheblich behindert werden. Kinderfüsse wachsen schnell. Zu enge oder nasse Kleidung bewirken kalte Füsse. Diese führen zu Einschlafstörungen und begünstigen erste Fusspilzinfektionen. Ideal ist, Kinder möglichst oft barfuss zu lassen. Denn Füse sollen nicht passiv durch ein Fussbett gehalten werden. Sie müssen aktiv bewegt werden, damit sich das Fussskelett bilden kann und die Muskeln gestärkt werden. Schuhe sollte ein Kind erst dann regelmäßig tragen, wenn es den Eltern weglaufen kann – nicht aber bei den ersten zaghaften Gehversuchen. Die ersten Schuhe sollten möglichst weich sein, Sohle und Fersenkappe äußerst biegsam. Die Größe ermittelt man, indem man den Fuss ummalt und die Umrisse ausmisst. Als Pufferzone für die Zehen sollte ein Bewegungsraum von einer Daumenbreite vorhanden sein.

Wichtig ist auch eine sinnvolle Fusshygiene, an die die Kinder früh gewöhnt werden sollten. Eltern haben dabei Vorbildfunktion. Generell ist darauf zu achten, dass die Füsse auch in den Zehenzwischenräumen gründlich abgetrocknet werden. Schuhe sind regelmäßig zu lüften und Socken regelmäßig zu wechseln. Barfusslaufen – Luft, Licht und Sonne an der Haut sind wichtiger als Chemikalien und Desinfektion. So lässt sich die Neigung zu Infektionen (z.B. Fusspilz) erheblich reduzieren.

Neugeborene haben weiche, jedoch scharfkantige Nägel. Diese brechen im Normalfall von selbst ab, wenn sie länger werden. In den ersten Lebensjahren ist es deshalb nicht notwendig, sie zusätzlich zu kürzen. Entsprechende Maßnahmen erhöhen vielmehr sogar das Risiko von Infektionen.

Bei gesunden Säuglingen kommt es ausgesprochen selten zur Bildung von Schweiß. Wenn bereits ein Säugling auffällig stark schwitzt, deutet dies auf eine entzündliche Erkrankung hin.

In diesem Fall sollten die Schuhe täglich gewechselt werden, saugfähige Socken (reine Baumwolle) die mehrmals täglich gewechselt werden, sorgen dafür, dass Fusshaut und Zehenzwischenräume trocken bleiben.

Hyperhidrosis am Fuss, also übermäßiges Schwitzen, gehört zu den häufigsten Ursachen der Warzenbildung.

Den Eltern sollte vermittelt werden, dass Fussgesundheit und Zehenbeweglichkeit eng miteinander verknüpft sind. Eltern sollten nicht schimpfen, wenn ihre Kinder Schuhe und Strümpfe von sich werfen. Was die Kinder instinktiv tun, ist richtig. Es ist wichtig, dass Kinder ihre Füsse als Quelle der unbeschwerten Beweglichkeit und Sinnesfreude erleben. Dies kann von den Eltern auch spielerisch unterstützt werden.

Besser vorbeugen als heilen.